BUS/SYSTEME >> Mit welchen Themen und Stimmungen blicken Sie als Gira aber auch im Marktumfeld auf die Light + Building zurück?
Dominik Marte >> Für uns war die Messe positiv. Wir hatten viele Neuheiten im Gepäck, und die Resonanz war gut. Besonders wichtig war, dass die Besucherqualität stimmte. Handwerk und Großhandel waren stark vertreten. Gleichzeitig war die Stimmung auf der Messe deutlich besser als die tatsächliche Lage im Markt.
BUS/SYSTEME >> Woran liegt es, dass sich die positive Messestimmung nicht im Markt widerspiegelt, und wo spüren Sie die Marktdelle am stärksten?
Dominik Marte >> Die Baukonjunktur ist weiterhin schwach. Dazu kommen geopolitische Unsicherheiten und steigende Energiepreise. Der Wohnungsbau in Deutschland liegt seit dem Hoch 2021/22 um 30 bis 50 Prozent unter dem damaligen Niveau und hat sich davon bislang noch nicht erholt. Wir spüren die Marktdelle vor allem im klassischen Wohnungsbau. Viele Projekte sind verschoben oder gestoppt, und die Nachfrage ist insgesamt zurückhaltend. Gleichzeitig entwickeln wir uns stabiler als der Markt.
BUS/SYSTEME >> Wie kommt es, dass sich Gira Ihrer Meinung nach stabiler als der Markt entwickelt?
Dominik Marte >> Wir haben unsere Entwicklungs- und Vermarktungsbudgets weitgehend stabil gehalten, in den vergangenen Jahren konsequent weiter investiert und uns bewusst entschieden, nicht zu reduzieren. Dazu kommen eine starke Marke, eine hohe Fertigungstiefe in Deutschland und ein breites, verlässliches Sortiment, das im Großhandel gut funktioniert, Komplexität reduziert und verlässliche Lösungen liefert. Der Markt braucht ein Powerhouse, das Systeme verbindet, statt sie zu fragmentieren. Genau dort positionieren wir uns.
Das gesamte Interview finden Sie in der neue Ausgabe der BUS/SYSTEME: 02/2026.
