KNX

KNX Secure: Vom Opt-in zum Standard

· ⏱ 2 min

Bastian Elsner ist Geschäftsführer der Elsner Elektronik GmbH in Ostelsheim, und Spezialist für intelligente Gebäudeautomation mit Schwerpunkt KNX.
Quelle: Elsner Elektronik

Wer heute mit Systemintegratoren spricht, die Projekte jenseits des Einfamilienhauses bearbeiten, hört zunehmend dieselbe Rückmeldung: KNX Secure ist keine Kann-Funktion mehr, sondern eine Voraussetzung. Für Ausschreibungen im gewerblichen Sektor, für Objekte mit erhöhtem Sicherheitsbedarf, für Planer, die ihren Kunden eine nachvollziehbare Risikoentscheidung verantworten wollen.

Diese Verschiebung vollzieht sich unabhängig vom Cyber Resilience Act, der ab Dezember 2027 verbindliche Cybersecurity-Anforderungen für vernetzte Produkte schreibt. Der regulatorische Druck beschleunigt einen Prozess, der im Markt längst begonnen hat. KNX-Installationen steuern Heizung, Licht, Verschattung und zunehmend auch Zutrittskomponenten. Dass Angriffsvektoren wie Telegramm-Mitschnitte oder Replay-Attacken keine theoretischen Szenarien mehr sind, ist in der Fachwelt bekannt. Die Frage ist nicht, ob Sicherheit relevant ist, sondern wann und in welcher Form sie verbindlich wird. 

Bei Elsner Elektronik haben wir diese Weiche gestellt. Neue Produkte bringen wir ausschließlich mit KNX Secure-Unterstützung auf den Markt, und der Weg dorthin war anspruchsvoll: Wechsel auf eine neue Controller-Plattform, aufwendige Zertifizierungsverfahren für jedes einzelne Gerät, Aufbau interner Kompetenz für Data Secure und IP Secure. Das ist keine Marketingaussage, sondern gelebte Entwicklungsarbeit. Heute umfasst unser Secure-Portfolio rund ein Dutzend Produkte, weitere Familien folgen bis zur CRA-Deadline.

Das gesamte Kommentar von Bastian Elsner finden Sie in der aktuellen Ausgabe der 02/2026 der BUS/SYSTEME.

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